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Junioren D2: Lachendes und weinendes Auge

Adrian Degen 13.12.2013

Vergangenes Wochenende wurde in Bubendorf die Vorrunde dieser Saison mit den letzten beiden Spielen abgeschlossen. Dafür hatte man sich auf ein grosses Gefälle bezüglich der Anforderungen der beiden Spiele eingestellt. Als Opener quasi das Dessert und zum Abschluss dann die knackige Aufgabe gegen den Gruppenleader mit beachtlicher Torbilanz von ca. 130:10...im Gegensatz zu unserer Nullbilanz von 43:43! Das 1. Ziel gegen Bubendorf war klar formuliert: 2 Punkte! Und weil "nur" 2 Punkte ja nicht viel sind, dann auch noch die Forderung, viele Tore zu schiessen - viele, viele Tore (man weiss ja nie, wofür die noch gut sind...)! Das Team hielt dieser Forderung problemlos Stand und ging mit einer 0:5-Führung in die Pause. Im 2. Anlauf nach der Pause, war dann aber noch eine Steigerung auszumachen als schliesslich alle Motoren warm gelaufen waren. Trotz 2 Gegentoren, konnte die Führung ausgebaut und mit einem Schlussresultat von 2:13 ein kleiner Kantersieg verbucht werden. Danach begann das grosse Warten; 2 Stunden dauerte die Pause bis zum 2. Spiel. Doch das Team machte seine Sache gut und ging diese Pause ruhig an. Man nahm sich die Zeit um den nächsten Gegner anlässlich eines seiner Spiele etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Zu Beginn der unmittelbaren Vorbereitungsphase des 2. Spiels, stand ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft rund um die Turnhalle statt. Das nach dem anschliessenden Einlaufen folgende Einspielen und Einschiessen des Torhüters, stellte das ganze Team abrupt vor eine ungewollte Herausforderung! Ein Spieler verletzte sich und musste sich in ärztliche Obhut begeben! Bis kurz vor dem Spiel, herrschte entsprechend starke Unruhe. Da waren alle gefordert. Selbst der Coach musste sich was einfallen lassen; das Stand natürlich nicht in seinem Fahrplan... Doch das Team hielt dem Druck stand und motivierte sich in sehr hohem Masse für diese schier unlösbar erscheinende Aufgabe! Irgendwie getrieben von einem ungebändigten Willen, gelang es dem Team, innert 10 Minuten 0:3 in Führung zu gehen!! Das Spiel war vorab total in unserer Hand. Zu Beginn noch perplex von den 3 kassierten Toren, bäumte sich das Team Aarau aber gegen unsere Lawine auf und erspielte sich zur Pause den Anschlusstreffer zum 3:4.
Logisch, dass sich in der 2. Spielhälfte eine gewisse Hektik breit machte. Doch das Team machte seine Sache sehr gut. Die Worte des Coachs in der Pause wurden noch mit einer zusätzlichen Motivations-Spritze aufdotiert als plötzlich unser "Patient" auftauchte um dem Team beizustehen und das Spiel live mit zu erleben!!! Mit soviel Teamgeist hatte natürlich niemand gerechnet und man wollte die "Kohlen ins Trockene" holen. Doch der weitere Spielverlauf gestaltete sich aufgrund ein paar "ungewollter" Umstände sehr schwierig. Die Partie mutierte zur Zerreissprobe. Kurz vor Schluss war die Partie mit 6:6 ausgeglichen. Ein erneuter Fehler aus unseren Reihen, nutzten die erfahrenen Spieler des Gegners natürlich kaltblütig aus und bezwangen unseren hervorragend spielenden Torhüter erneut. Kurz darauf ertönte der Schlusspfiff und die brutale Realität liess uns mit einem knappen 7:6 im Regen stehen...so ist Unihockey! Wut und Tränen machten sich breit und liessen den Sonntag zum Pechtag werden!
Nach aufmunternden Worten in der Kabine, waren doch wieder einige lachende Gesichter zu sehen. Das Team spielte "den" Match der Vorrunde - vielleicht sogar den Match der Saison! Wir blicken auf einen spannenden und lehrreichen Sonntag zurück, welcher unvergessen bleiben wird.
An dieser Stelle gilt mein Dank der "Krankenwagen-Crew", welche unseren Patienten ins Spital begleitete und der "Dienst-Habenden" Teamärztin für die Vorbehandlung und die Wunddiagnose - ein grosses Merci an ALLE!
Ebenfalls erneut ein grosses DANKE an unseren Teamfotografen Philipp STÖCKLI für die tollen Fotos.

Im Einsatz: (Skorepunkte [Assist/Tore]): Robin, Leonid (1/3), Pascal (1/2), Yannis (0/4), Joël (2/0), Sämi (4/1), Colin, Aeneas (1/1), Laurin (1/2), Florian, Raoul (2/1) und Erin (0/5); im Tor Michel